21.11.2011 - Gemeinde/ Stadt
CDU Michelstadt stellt sich neu auf
Vorsitzender Franz Röchner wiedergewählt
In einer gutbesuchten Mitgliederversammlung hat die Michelstädter CDU die personellen Weichen für die nächsten zwei Jahre gestellt. Der bisherige und wiedergewählte Vorsitzende, Herr Franz Röchner, hat in seinem Tätigkeitsbericht nochmal das abgelaufene und von der Kommunalwahl dominierte Jahr Revue passieren lassen. Röchner bedauerte, dass bei der Kommunalwahl in Hessen die eigentlichen Sachthemen in den Hintergrund getreten seien und nur Stuttgart 21 sowie der schreckliche Unfall in Fukushima im Vordergrund standen. Durch die Stuttgart 21- und Atomdebatte habe die CDU landauf landab Stimmen eingebüßt, so leider auch in Michelstadt. Röchner betonte, die CDU in Michelstadt habe hervorragende parlamentarische Arbeit geleistet die sachbezogen auf die Michelstädter Bürger zugeschnitten sei. Neben Röchner wurden mit Anni Resch und Andreas Funken zwei ebenfalls erfahrene Mitstreiter als stellvertretende Vorsitzende gewählt. Ulrich Krämer übernahm für weitere zwei Jahre das Amt des Schatzmeisters. Carla Pagel wurde mit einem großen Vertrauensbeweis im Amt als Schriftführerin bestätigt. Neben den bisherigen Beisitzern Sandra Allmann, Christian Stommel und Christopher Beller wurde Monika Boesche, Susan Breitenbach und Marcus Schwarz neu in den Vorstand gewählt. Matthias Schell und Jana Jost wurden mit Dankesworten aus ihren Ämtern verabschiedet. Mit Bernd Pfeifer und Heinz Seitz wurden zwei Mitglieder für 20 Jahre, Werner Gebhard für 30 Jahre, Franz Röchner, Manfred Joel , Ingrid Sill, und Werner König für 35 Jahre Mitgliedschaft in der CDU geehrt. Eine besondere Ehrung erhält in häuslicher Umgebung Herr Allmendinger für 65 Jahre Mitgliedschaft in der Christlich Demokratischen Union Deutschlands. Für die CDU- Fraktion ging der Fraktionsvorsitzende, Herr Georg Walther, auf die politischen Geschehnisse der vergangenen Zeit ein. Bei der neu gewählten Fraktion und den Magistratsmitgliedern bedankte sich Walther für die gute Zusammenarbeit und für das Engagement im Sinne der Christdemokraten. Walther ging auch noch einmal auf die vergangene Kommunalwahl ein, verband dies aber mit einem Ausblick in die Zukunft. Besondere Themen für die nächste Zeit seien Investitionen bei der Feuerwehr und im Stadtgarten. Aber auch das Friedhofswesen müsse effizienter gestaltet werden, es ginge nicht an, Friedhofsgebühren nach oben und weiter so. Walther bedauerte ausdrücklich die Verschleppung des Kindergartenbaues in der Landrat-Neff-Straße und die mangelhafte Ausführung der bituminösen Oberflächenbehandlung vieler Michelstädter Straßen. “Jetzt fahren wir nicht mehr durch Löcher, sondern permanent über Hügel“, das darf nicht sein, so Walther, schließlich habe das ja jede Menge Geld gekostet. Er verwies die CDU-Mitglieder auf eine Publikation, die in den nächsten Tagen von den Christdemokraten an alle Michelstädter Haushalte verteilt würde und viele politische Themen aus Sicht der CDU ansprechen. Ein heißes Eisen durfte natürlich nicht fehlen: Verkehrsberuhigung in der Innenstadt Michelstadt. Hier gibt es politische Bestrebungen, den Status quo durch eine komplette Sperrung ab der Metzgerei Künzel bis zum Lindenplatz zu erreichen. Walther sagte: „ Wir als Christdemokraten wollen nicht mithelfen durch eine Entscheidung am grünen Tisch eine Gefährdung von Existenzen zu beschleunigen, sondern eher mithelfen, die Innenstadt zu beleben. 85% der befragten Geschäftsinhaber haben sich für den jetzt praktizierten Schritt ausgesprochen, an Samstagen ab 14:00 Uhr und an Sonntagen ab 11:00Uhr bis in die Abendstunden diesen Bereich für den Durchgangsverkehr zu sperren. Weitergehende Sperrungen seien für dieses Klientel nicht akzeptabel, denn dies sei geschäftsschädigend. 15 % der befragten wünschten sich eine durchgehende Sperrung dieses Abschnittes als Fußgängerzone“. Die Entscheidung ist für die CDU gefallen, wir entscheiden nicht gegen den Willen der Beteiligten sondern im Sinne der Betroffenen. „ Alle politischen Kräfte sind hier angetreten, um die Innenstadt zu beleben und nicht abzuwürgen, wir halten uns daran“, so Walther weiter.