20.10.2011 - Gemeinde/ Stadt
Energie der Zukunft ?
Spätestens seit dem schrecklichen Unglück in Fukushima ist auch bei uns eine Energiedebatte neu entfacht worden. Landauf-landab befassen sich alle mit der Materie Alternative/Regenerative Energie. Bei uns in Michelstadt ist das Thema Windkraftanlagen plötzlich wieder top-aktuell. Der Standort Hainhaus, hier stoßen drei Gemarkungen zusammen, ist bisher der einzig Verfügbare in Michelstadt. Die städtischen Gremien haben mit den anderen Odenwaldgemeinden einen gemeinsamen Flächennutzungsplan auf den Weg gebracht. Damit soll versucht werden, eine geordnete Ansiedlung von Windkraftanlagen zu erreichen. Zur Zeit könnte jeder Investor an jedem beliebigen Ort in unserem Stadtgebiet ein Windrad errichten. In einem Fall, es betrifft Bremhof, wurde eine Zurückstellung der Baugenehmigung über das RP beschlossen. Die Stadt Michelstadt wird mit dem neuen Flächennutzungsplan Flächen ausweisen, die für eine Errichtung von WKA in Frage kommen. Damit soll einer Verspargelung der Landschaft Vorschub geleistet werden. Eine andere Frage ist noch, ob sich die Stadt Michelstadt wirtschaftlich an solchen Anlagen beteiligen soll. Die hessische Landesregierung erlaubt eine solche Beteiligung, sieht natürlich gewisse Restrisiken. Das müsste von Fall zu Fall genauestens geprüft werden. Die Michelstädter Christdemokraten würden einer solchen Beteiligung positiv gegenüber stehen. Sie sehen darin eine der letzten Möglichkeiten, Geld für die miesen städtischen Finanzen zu generieren, ohne den Bürger direkt zu belasten. Wenn schon mit Energie in unserer Heimat mit unseren Ressourcen Geld verdient wird, dann haben wir das Recht und die Pflicht uns darüber Gedanken zu machen, wie unsere Bürgerinnen und Bürger daran teilhaben können damit das Kapital nicht aus dem Odenwald abfließt.